Anders als eine einzelne Yogaschule mit einer festen Ausrichtung bringt ein Yogafestival bewusst viele verschiedene Lehrpersonen und Traditionen zusammen. Das gibt Teilnehmenden die Möglichkeit, an einem Wochenende mehrere Stile auszuprobieren und herauszufinden, was zur eigenen Verfassung und zum eigenen Körper passt, statt sich von Anfang an festzulegen. Mehr zum grundsätzlichen Ablauf eines Festivaltags findest Du auf der Seite zu Ablauf und Kosten.
Vinyasa verbindet Atem und Bewegung zu fliessenden Sequenzen, eine Position geht dabei nahtlos in die nächste über. Der Stil ist körperlich aktiv, baut Kraft und Ausdauer auf und wird oft als tänzerisch beschrieben, weil kein Atemzug ohne Bewegung bleibt.
Kundalini kombiniert dynamische Bewegungsabfolgen, gezielte Atemtechniken, Mantra Gesang und Meditation. Ziel ist es, die im unteren Rücken sitzende Energie, die Kundalini Energie, zu aktivieren und im Körper aufsteigen zu lassen. Der Stil ist damit spiritueller und energetischer ausgerichtet als viele andere Formen.
Yin ist das ruhige Gegenstück zu den dynamischen Stilen, einzelne, meist sitzende oder liegende Positionen werden über mehrere Minuten gehalten. Das wirkt vor allem auf das Bindegewebe und die Faszien, fördert Loslassen und Entspannung, und ergänzt sich gut mit körperlich aktiveren Stilen wie Vinyasa oder Ashtanga.
Hatha ist im Westen meist die Bezeichnung für eine ruhigere, langsamere Praxis, bei der einzelne Positionen länger gehalten werden als im Vinyasa. Das macht den Stil besonders zugänglich für einen sanften Einstieg. Am Summer of Love unterrichtet unter anderem Shashin aus Indien in diesem Stil, mehr zu den indischen Wurzeln des Festivals auf der eigenen Seite dazu.
Iyengar legt den Fokus auf präzise Ausrichtung im Körper, häufig unterstützt durch Hilfsmittel wie Blöcke, Gurte oder Decken. Der Stil eignet sich gut, um Positionen wirklich zu verstehen und sicher auszuführen, auch bei körperlichen Einschränkungen.
Ashtanga folgt einer festgelegten Abfolge von Positionen, synchron mit dem Atem verbunden, und ist körperlich fordernd. Am Summer of Love unterrichtet unter anderem Gana K C aus Indien Ashtanga Yoga.
Yoga Nidra, oft als „yogischer Schlaf" bezeichnet, ist eine angeleitete, im Liegen praktizierte Tiefenentspannung. Es gibt dabei keine körperliche Bewegung, im Zentrum steht bewusstes Loslassen und mentale Erholung.
Hormonyoga wurde von der brasilianischen Lehrerin Dinah Rodrigues entwickelt und kombiniert gezielte Atemtechniken mit bestimmten Haltungen, mit dem Ziel, das hormonelle Gleichgewicht auf natürliche Weise zu unterstützen, insbesondere für Frauen.
Acro Yoga verbindet Yoga mit Akrobatik und Elementen aus der Thai Massage, meist zu zweit oder in der Gruppe praktiziert. Es geht um Vertrauen, Verbindung und gemeinsames Spiel, nicht um reine Kraft. Am Summer of Love unterrichtet unter anderem Salva Bareful aus Italien Acro Yoga.
| Du suchst | Passender Stil |
|---|---|
| Bewegung, Schweiss und Energie | Vinyasa oder Ashtanga |
| Ruhe und tiefe Entspannung | Yin Yoga oder Yoga Nidra |
| Einen sanften, zugänglichen Einstieg | Hatha Yoga |
| Spirituelle Tiefe und Mantra Gesang | Kundalini Yoga |
| Präzision und sichere Ausrichtung | Iyengar Yoga |
| Unterstützung für das hormonelle Gleichgewicht | Hormonyoga |
| Verbindung und Spiel mit anderen | Acro Yoga |
Diese Übersicht ersetzt kein Ausprobieren vor Ort, viele Teilnehmende besuchen am Summer of Love bewusst mehrere unterschiedliche Stile über die Festivaltage verteilt.
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